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Liebe Frauen
in der Binnenschifffahrt,
liebe „Flaschenpost“- Leserinnen und –Leser,
die Sicherung und Erhaltung
der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Binnenschifffahrt ist und bleibt für die
CDU/DSU-Bundestagsfaktion ein zentrales
Anliegen. Eine Bewältigung des wachsenden
Güterverkehrs in Deutschland ist ohne die
Binnenschifffahrt nicht möglich. Für die
deutsche Binnenschiff- fahrt muss umgehend ein
zukunftsorientiertes Gesamtkonzept entwickelt
werden. Ziel ist der Aus- und Weiterbau der
Infrastruktur, die Modernisierung der Flotte,
die wirtschaftliche Stabilisierung der
mittelständischen Unter- nehmen und die
Verlagerung von Transporten auf die
Wasserstraße. Dazu müssen Berührungsängste
zwischen den Verkehrsträgern Wasser, Schiene
und Straße abgebaut werden.
Ich habe deshalb zusammen mit den übrigen
Verkehrspolitikern der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Antrag
„Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Binnenschifffahrt erhalten und sichern“
initiiert und in die parlamentarische Beratung
eingebracht. Darin wird die Bundesregierung
aufgefordert, in folgenden Kernpunkten
umgehend zu handeln:
-
Die Bedeutung der
Binnenschifffahrt im Vergleich zu Straße und
Schiene und einer notwendigen Verlagerung
der Güter auf die Wasserstraße durch eine
nachhaltige Aufstockung der Mittel für die
Wasserstraßeninfrastruktur gerecht zu werden
und Infrastrukturengpässe auf den
Wasserstraßen entsprechend dem im
Bundesverkehrswegeplan 1992 ausgewiesenen
Bedarf zu beseitigen. Insbesondere ist die
Beseitigung des Donau-Engpasses zwischen
Straubing und Vilshofen baldmöglichst
durchzuführen.
-
Maßnahmen zum Abbau des
Harmonisierungsdefizits auf EU-Ebene im
fiskalischen und sozialen Bereich zu
ergreifen.
-
Die wirtschaftliche Situation
der deutschen Binnenschifffahrt zu ver-
bessern und insbesondere Initiativen zu
ergreifen, um dem an- haltenden Ausscheiden
deutscher Partikulierunternehmen aus dem
Markt entgegenzuwirken.
-
Die Konzipierung eines
speziell für die Binnenschifffahrt
erstellten Programms zur Verjüngung und
Modernisierung der deutschen Flotte.
-
Alle verkehrspolitischen
Maßnahmen auszuschöpfen, um die Kooperation
und eine Stärkung der Transporte auf den
Wasserstraßen zu fördern.
-
Als Signal gegen den Rückgang
der Beförderungsmenge und
Beförderungsleistung eine Abschaffung bzw.
eine deutliche Senkung der
Schifffahrtsabgaben zu ermöglichen, um so
den Transport auf der Wasserstraße
attraktiver zu machen.
-
Ein Konzept für eine
gesamteuropäische Binnenschifffahrtspolitik
zu erarbeiten.
-
Die Einhaltung der
Kabotagebestimmungen und der Tarife in den
bilateralen Binnenschifffahrts-Abkommen
einer verstärkten Kontrolle zu unterziehen
und Verstöße stärker zu ahnden.
-
Alle Maßnahmen zu ergreifen,
um eine Einhaltung der Quote im Verkehr mit
Polen annähernd zu gewährleisten und die
Wettbewerbssituation der deutschen
Binnenschifffahrt bei einem EU-Beitritt von
Polen, Tschechien und Ungarn zu erhalten und
zu sichern.
Ich erwarte, dass mit
diesen Maßnahmen, die in 1. Lesung behandelt
und nun in den Ausschüssen beraten werden, die
deutsche Binnenschifffahrt als unbestritten
sicherer und umweltfreundlicher Verkehrsträger
in den kommen- den Jahren im
Gesamtverkehrssystem deutlich an Bedeutung
gewinnt und bin froh, dass damit auch den
berechtigten Anliegen der „Frauen in der
Binnenschifffahrt e.V.“, denen ich sehr
herzlich für ihr großes Engagement danke,
Rechnung getragen wird.

Renate Blank
CSU-Bundestagsabgeordnete
Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion
für Binnenschifffahrt und Binnenhäfen
Mitglied der Parlamentarischen Gruppe
Binnenschifffahrt (PGBi) |