Flaschenpost Nr. 2
Juni 2001                   Jahrgang 6

 

 

 
Heute schon gelacht???

Ein Häschen hoppelt durch den Wald und begegnet einem sehr zottigen Hund. „Was bist du denn für ein Tier?“ „Ich bin ein Wolfshund. Meine Mutter ist ein Wolf, mein Vater ein Hund.“ Das Häschen hoppelt weiter und begegnet einem Muli. „Was bist du denn für ein Tier?“ „Ich bin ein Maultier. Meine Mutter ist ein Esel, mein Vater ein Pferd.“ Das Häschen wundert sich, was es so alles gibt und hoppelt weiter. Da begegnet es einem ganz unbekannten Tier. „Was bist du denn für ein Tier?“ „Ich bin ein Ameisenbär. Meine Mutter ..“ „Nee, nee, nee, das kannst du mir nicht erzählen!“ 

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Hund in Pension

ein Beitrag von Irene Bruyninckx aus der holländischen Schifffahrtszeitung „Binnenvaartkrant“, übersetzt von Charlotte Duhr, MS „HUDSON“

Die junge Schifferfrau freute sich sehr auf die Ferien. Früher ging sie viel öfter mal so in Ferien, aber das war, bevor sie verheiratet war; also schon eine Zeit her. Viel zu lange her, um deutlich zu sein! Es wurde Zeit, mal etwas anderes zu sehen, als nur das Schiff. Mal raus aus dem Trott. Ihre Mutter würde die Tochter nehmen und das zweite Kind war noch unterwegs und konnte beschützt in ihrem Bauch mitfahren. Der Hund würde in eine Pension gehen, wo er es gut haben würde.
Sie packte ein paar Koffer und suchte das Zelt aus ihrer Junggesellenzeit. Sie fand auch noch andere Campingutensilien, die sie brauchte; es war noch alles prima in Ordnung. Früher war sie damit mit ihren Freundinnen unterwegs, aber diesmal würden nur sie beide damit auf Tour gehen! Ihr Mann hatte schon einmal campiert, aber er müsse sich erst wieder daran gewöhnen. Scheinbar hatte es ihm damals nicht so gefallen. Eigentlich muss er sich erst mal an die Idee gewöhnen, eine ganze Woche nicht an Bord zu arbeiten, denn er war ein harter Arbeiter. Das war seine Freude und sein Leben!
Sie ging eben mal bei der Nachbarin vorbei und sie tranken eine Tasse Kaffee zusammen. Nun war auch deren Jüngste ins Internat gekommen und sie vermisste ihre Kinder sehr stark, viel schlimmer, als sie erwartet hatte. Die Schiffersfrau munterte sie auf, in dem sie sagte, dass es doch heute ganz anders sei als früher in ihrer Zeit. Damals sah man seine Eltern ein mal in zwei Monaten, heute jede Woche. Das war wirklich nicht zu vergleichen, und dann die nette Leitung, die es gab. „Du begreifst das erst, wenn Du es selber mitmachst!“ sagte die etwas ältere Frau, „dann weißt Du erst, wie es sich an- fühlt!“ Sie zeigte auf die Karte, die sie gerade schrieb und auf das kleine Geschenk, das darauf wartete, am Freitag ausgepackt zu werden. „Ich strenge mich an, um es für die Kleine nicht zu schwer zu machen“, und die Tränen schossen in ihre Augen. Aber die junge schwangere Frau hatte gar keine Lust, sich das anzuhören. Sie würde das alles ganz anders machen!
Bessere Vorbereitung war die erste Arbeit. Dass es mit dem Nachbarskind nicht gut ging, wird wohl an der Mutter liegen. So war es meistens! Sie hatte eigentlich gar keine Lust, die deprimierende Geschichte über das Heimweh der Kleinen zu hören. Und so klein war sie auch nicht mehr; immerhin schon 7 Jahre alt und das war ja schon fast groß.

Sie ging zurück auf ihr Schiff und befasste sich mit dem Einpacken. Auch versuchte sie, die Zweifel ihres Mannes auszuräumen. Er würde es schon prima im Zelt finden, und so weit führen sie ja auch gar nicht. Luxemburg war ja fast nebenan! Als er noch meckern wollte, schickte sie in wieder raus an die Arbeit, dort war er glücklich! Dann fuhr sie Einkaufen, für ins Zelt und Windeln  für ihre Tochter, wenn sie bei Oma war.
Als sie damit fertig war, setzte sie den Hund ins Auto und fuhr damit in die Hundepension. Es war ein netter Mann, der den Hund in Empfang nahm. Er erzählte, dass die Versorgung prima sei, auch würden die Hunde regelmäßig auf eine Spielwiese ausgeführt. Auch wenn sie es nicht toll fand, das Tier eine Woche nicht zu sehen, wusste sie ihn doch in guten Händen. Sie gab noch die Papiere ab und wollte gehen. Der Mann setzte den Hund in eine Box, der Hund sprang gegen das Gitter und heulte alles zusammen. So hatte die Schiffersfrau sich das nicht vorgestellt! Sie erschrak über das Verhalten des treuen Tieres. Es tat ihr weh bis ins Mark und sie fühlte sich schuldig. Das hatte das Tier nicht verdient, und zum ersten Mal kam ihr der Gedanke, dass das Wegbringen der Kinder später ins Internat doch viel schwieriger sein würde, als sie sich das gedacht hatte.

Abgerundetes Rechteck: Such´ Dir einen Beruf, der Dir Spaß macht, dann brauchst Du Dein ganzes Leben nicht zu arbeiten!  

 

 

 

 
 


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