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Ein Häschen hoppelt durch den Wald und begegnet
einem sehr zottigen Hund. „Was bist du denn für ein
Tier?“ „Ich bin ein Wolfshund. Meine Mutter ist ein
Wolf, mein Vater ein Hund.“ Das Häschen hoppelt
weiter und begegnet einem Muli. „Was bist du denn
für ein Tier?“ „Ich bin ein Maultier. Meine Mutter
ist ein Esel, mein Vater ein Pferd.“ Das Häschen
wundert sich, was es so alles gibt und hoppelt
weiter. Da begegnet es einem ganz unbekannten Tier.
„Was bist du denn für ein Tier?“ „Ich bin ein
Ameisenbär. Meine Mutter ..“ „Nee, nee, nee, das
kannst du mir nicht erzählen!“
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Hund in Pension
ein Beitrag von Irene Bruyninckx
aus der holländischen Schifffahrtszeitung „Binnenvaartkrant“,
übersetzt von Charlotte Duhr, MS „HUDSON“
Die junge
Schifferfrau freute sich sehr auf die Ferien. Früher
ging sie viel öfter mal so in Ferien, aber das war,
bevor sie verheiratet war; also schon eine Zeit her.
Viel zu lange her, um deutlich zu sein! Es wurde
Zeit, mal etwas anderes zu sehen, als nur das
Schiff. Mal raus aus dem Trott. Ihre Mutter würde
die Tochter nehmen und das zweite Kind war noch
unterwegs und konnte beschützt in ihrem Bauch
mitfahren. Der Hund würde in eine Pension gehen, wo
er es gut haben würde.
Sie packte ein paar Koffer und suchte das Zelt aus
ihrer Junggesellenzeit. Sie fand auch noch andere
Campingutensilien, die sie brauchte; es war noch
alles prima in Ordnung. Früher war sie damit mit
ihren Freundinnen unterwegs, aber diesmal würden nur
sie beide damit auf Tour gehen! Ihr Mann hatte schon
einmal campiert, aber er müsse sich erst wieder
daran gewöhnen. Scheinbar hatte es ihm damals nicht
so gefallen. Eigentlich muss er sich erst mal an die
Idee gewöhnen, eine ganze Woche nicht an Bord zu
arbeiten, denn er war ein harter Arbeiter. Das war
seine Freude und sein Leben!
Sie ging eben mal bei der Nachbarin vorbei und sie
tranken eine Tasse Kaffee zusammen. Nun war auch
deren Jüngste ins Internat gekommen und sie
vermisste ihre Kinder sehr stark, viel schlimmer,
als sie erwartet hatte. Die Schiffersfrau munterte
sie auf, in dem sie sagte, dass es doch heute ganz
anders sei als früher in ihrer Zeit. Damals sah man
seine Eltern ein mal in zwei Monaten, heute jede
Woche. Das war wirklich nicht zu vergleichen, und
dann die nette Leitung, die es gab. „Du begreifst
das erst, wenn Du es selber mitmachst!“ sagte die
etwas ältere Frau, „dann weißt Du erst, wie es sich
an- fühlt!“ Sie zeigte auf die Karte, die sie gerade
schrieb und auf das kleine Geschenk, das darauf
wartete, am Freitag ausgepackt zu werden. „Ich
strenge mich an, um es für die Kleine nicht zu
schwer zu machen“, und die Tränen schossen in ihre
Augen. Aber die junge schwangere Frau hatte gar
keine Lust, sich das anzuhören. Sie würde das alles
ganz anders machen!
Bessere Vorbereitung war die erste Arbeit. Dass es
mit dem Nachbarskind nicht gut ging, wird wohl an
der Mutter liegen. So war es meistens! Sie hatte
eigentlich gar keine Lust, die deprimierende
Geschichte über das Heimweh der Kleinen zu hören.
Und so klein war sie auch nicht mehr; immerhin schon
7 Jahre alt und das war ja schon fast groß.
Sie ging zurück auf ihr Schiff und befasste sich mit
dem Einpacken. Auch versuchte sie, die Zweifel ihres
Mannes auszuräumen. Er würde es schon prima im Zelt
finden, und so weit führen sie ja auch gar nicht.
Luxemburg war ja fast nebenan! Als er noch meckern
wollte, schickte sie in wieder raus an die Arbeit,
dort war er glücklich! Dann fuhr sie Einkaufen, für
ins Zelt und Windeln für ihre Tochter, wenn sie bei
Oma war.
Als sie damit fertig war, setzte sie den Hund ins
Auto und fuhr damit in die Hundepension. Es war ein
netter Mann, der den Hund in Empfang nahm. Er
erzählte, dass die Versorgung prima sei, auch würden
die Hunde regelmäßig auf eine Spielwiese ausgeführt.
Auch wenn sie es nicht toll fand, das Tier eine
Woche nicht zu sehen, wusste sie ihn doch in guten
Händen. Sie gab noch die Papiere ab und wollte
gehen. Der Mann setzte den Hund in eine Box, der
Hund sprang gegen das Gitter und heulte alles
zusammen. So hatte die Schiffersfrau sich das nicht
vorgestellt! Sie erschrak über das Verhalten des
treuen Tieres. Es tat ihr weh bis ins Mark und sie
fühlte sich schuldig. Das hatte das Tier nicht
verdient, und zum ersten Mal kam ihr der Gedanke,
dass das Wegbringen der Kinder später ins Internat
doch viel schwieriger sein würde, als sie sich das
gedacht hatte.
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