Flaschenpost Nr. 3
September 2001            Jahrgang 6

Den offenen und kontinuierlichen Austausch mit der Parlamentarischen Gruppe Binnenschiffahrt (PGBi) beibehalten 

Am 10. Mai fand unser jährliches Treffen mit der PGBi in Berlin statt.

An dieser Stelle herzlichen Dank an unsere Schirmherrin Annette Faße (SPD) für den herzlichen Empfang.

Hinzu kamen die  Abgeordneten Renate Blank (CDU/CSU), Hans-Michael Goldmann (FDP) und Helmut Wilhelm (Bündnis 90/Die Grünen)

In dieser Runde wurden u.a. die Anträge aller Parteien vorgelegt, die sich in ihren jeweiligen Punktekatalogen für die Förderung der Binnenschifffahrt und Wasserstraßen auf nationaler und auf EU-Ebene sowie im Rahmen der kombinierten Verkehre aussprechen. Die Anträge beinhalten u.a. den Ausbau der Wasserstraßen und die Schaffung der Hinterlandanbindung zu den Seehäfen, die Harmonisierung und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU und gegenüber den MOE-Staaten, die Beibehaltung der Ausbildungshilfe, Förderung der Schifferkinderheime sowie die Einführung der Tonnagebesteuerung, entsprechend der Seeschifffahrt.

Positiv zu erwähnen ist auch die parteiübergreifende Einigkeit darüber, dass noch viel getan werden muss, um  das“ Stiefkind “ Binnenschifffahrt zum festen Thema in den verkehrspolitischen Debatten im Bundestag zu machen.  Des Weiteren setzt sich die PGBi dafür ein, dass künftig ein Situationsbericht erstellt wird, der dann alle zwei Jahre zur Lage des Gewerbes Auskunft geben soll.
 


 

Es besteht keine Logik, so die einhellige Meinung, für den vorhandenen Misskredit und die fehlende Beachtung des Stellenwertes der Binnenschifffahrt.

Die PGBi und unser Verein werden auch in Zukunft Kritik und Anregungen zur Lage der Binnenschifffahrt gemeinsam austauschen.

Die Parlamentarier ihrerseits unterstrichen ihr Bemühen, die verkehrs-politische Debatte weiter voranzutreiben, mit der Einschränkung, nicht alles und sofort durchsetzen zu können. Die Botschaft war daher auch an uns Frauen gerichtet, dass die Binnenschifffahrt ihrerseits alles nur denkbar mögliche für eine positive Außendarstellung unternehmen müsse.

  Berliner Luft tut gut ...

 

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Berliner Luft  trafen wir uns am folgenden Tag, den 11. Juni in Berlin-Spandau zu unserer Vereinssitzung.

An Bord des Vereinsschiffes “Fritz-Gerhard” haben die Frauen vom Berliner Schifferverein klar Schiff gemacht und uns mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt.

An dieser Stelle  nochmals herzlichen Dank für die hervorragende Bewirtung und das entgegengebrachte Interesse !

Tagesordnungspunkte waren  unter anderem die Förderung der politischen Arbeit, die Teilnahme an der diesjährigen Duisburger SchiffahrtsMesse mit eigener Podiumsveranstaltung sowie die Mitarbeit am Verbundsprojekt “Neue Geschäftsbeziehungen durch elektronische Vernetzung bei Kleinunternehmen im Gütertransport”, ein von der Duisburger Gerhard-Mercator-Universität initiiertes Forschungsvorhaben auf dem Gebiet “Arbeit im E- Business”, das  vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Weiter wurde auf das Themenspektrum Besatzungsvorschriften (Änderung des Kapitels 23 RheinSchUO) und Ausbildungsinitiative eingegangen, insbesondere auf die Möglichkeiten und die Nachfrage von weiblichen Bewerberinnen. Durch eigene Recherchen haben wir endlich für Aufklärung im Gewerbe gesorgt und informieren über die bereits 1996 entsprechend geänderte Arbeitsstätten VO, dass nunmehr keine separaten sanitären Anlagen für weibliche Auszubildende vorhanden sein müssen. Entsprechende Informationen sind an die Verbände weitergegeben worden.

Corinna Metschke, MS „ANDREA CORINNA“

 

 


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