Flaschenpost Nr. 3
September 2003            Jahrgang 8

Mitgliederversammlung der „Frauen in der Binnenschifffahrt“ und Infoveranstaltung des „Mannheimer Schiffahrtsverein“ am 13. März 2003 in Mannheim

Am 13. März 2003 hielten die „Frauen in der Binnenschifffahrt“ ihre diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung in Mannheim in der „Hafenschenke“ ab.
15 Frauen, von überall her angereist, hatten weder Kosten noch Mühe gescheut, um am Treffen teilzunehmen.
Ilka Heger, unsere 1. Vorsitzende, ließ zunächst das Jahr 2002 Revue passieren. Viel Präsenz hatten wir gezeigt, wie z.B.:

  • bei einer Veranstaltung der Forschungsgruppe eBusi-Net in Mannheim
     
  • als „geduldete Zuhörer“ in Berlin bei einer öffentlichen Anhörung zum Donauausbau. Tage später hat sich diese Veranstaltung als eine Farce entpuppt, und wieder haben wir festgestellt: was uns nicht umhaut, macht uns stark!
     
  • Treffen bei der Fa. Duncker in Hamburg
     
  • Teilnahme an einem eBusi-Net-Projekt in Warschau

Viel Freude haben wir hochwassergeschädigten Familien an der Elbe bereitet, als Ilka Heger, Sigrid Thünen und Ellen Maier deren Kinder mit Kleidung und Gutscheinen, - als Spende des Vereins – persönlich überrascht hatten.

Doch auch im Jahr 2003 waren wir schon aktiv und werden es auch weiterhin sein, z. B.:

·    18 Frauen aus dem Verein beteiligen sich an der „Qualifizierung von Binnenschifferinnen“, ein Projekt des Rhein-Ruhr-Institut Duisburg. In einem 14-monatigen Fernlehrgang werden wir so fit gemacht, dass wir danach theoretisch den Betrieb unseres Mannes/Partners übernehmen könnten. Keine Angst, liebe Männer,  es reicht uns, wenn wir die Kenntnisse haben – mehr nicht, - Wissen ist ja bekanntlich nicht schädlich!

·         Teilnahme an einem weiteren eBusi-Net-Projekt in Wien

·         Teilnahme an der „Transport-Messe“ in München

·         Teilnahme an der DSM in Duisburg mit eigenem Stand

Satzungsgemäß standen nach zwei Jahren wieder Wahlen an.
Unsere 1. Vorsitzende Ilka Heger, 2. Vorsitzende Sigrid Thünen und unsere Kassiererin Ellen Maier wurden wieder einstimmig gewählt. Der alte Vorstand ist also auch der neue Vorstand. Herzlichen Glückwunsch an unsere drei Frauen!

Unsere Vereinszeitung FLASCHENPOST erscheint 4x im Jahr und hat zurzeit eine Auflage von 1.800. Sie gewinnt von Ausgabe zu Ausgabe mehr Leser; seit neuestem haben wir sogar einen Abonnenten aus Auckland/Neuseeland!

Die FLASCHENPOST-online  hat inzwischen weit mehr als 3.200 Zugriffe. (www.flaschenpost.org)

Im Anschluss an unsere Mitgliederversammlung waren wir zu einer Infoveranstaltung des Mannheimer Schiffahrtsverein eingeladen. Die Vorsitzenden Werner Schlamp und Thomas Hartmann begrüßten uns bei einem Glas Sekt auf das Herzlichste. Man bewundere unser Engagement, längst hätten wir einen Namen in der Binnenschifffahrt und unsere FLASCHENPOST sei auch in der Schiffer-Männerwelt eine gern gelesene Lektüre.
Ilka Heger überreichte den Vorsitzenden unsere Vereinsflagge, stellte die „Frauen in der Binnenschifffahrt“ und ihre Ziele kurz vor. Wir seien, wie des Öfteren vermunkelt wird,  weder Emanzen noch Lesben, oder verbitterte Schifferwitwen, sondern Frauen, die mit viel persönlichem Einsatz auf die Binnenschifffahrt und ihre Probleme aufmerksam machen.  

Herr Schlamp und Herr Hartmann berichteten über die Arbeit des Mannheimer Schiffahrtsverein, Herr Müßig über den Hafen Mannheim und Herr Reubold über das Aufgabengebiet der WSP Mannheim. Nach der Kaffeepause erzählten Herr Hartmann und Herr von Waldstein Interessantes über die „Gesellschaft zur Förderung des Binnenschiffahrtsrechts an der Universität Mannheim e.V.“ (GBM). Naja, Herrn von Waldsteins Erläuterungen glichen eigentlich mehr einer Büttenrede. So humorvoll ausgedrückt, würde trockenes Binnenschifffahrtsrecht richtig Spaß machen und auch verständlich sein!

 
Herr Hartmann (1. von links) und Werner Schlamp (Mitte) haben die von Ilka Heger überreichte Flagge der „Frauen in der Binnenschifffahrt“ gehisst.

Herr Barth, Diakon der kath. Binnenschifferseelsorge in Mannheim berichtete über Schifferkinder allgemein und über das Luisen-Stephanien-Haus in Mannheim im Speziellen. Die Zahl der Schifferkinder sei rückläufig und die enormen Heimkosten von den Eltern kaum aufzubringen. Man setze aber alles daran, dass die Heime in Mannheim, Minden und Würzburg den Schifferkindern auch in Zukunft zur Verfügung ständen. Sie haben Tradition und sind ein Teil der deutschen Binnenschifffahrt.

Beim Verabschieden versprach man sich, Kontakt zu halten und weitere gemeinsame Veranstaltungen für die Zukunft zu planen. Beide Vereine erkennen ihre Arbeit gegenseitig an, keiner neidet dem anderen sein Engagement, denn jeder weiß, wie schwierig und undankbar es in der heutigen Zeit ist, ehrenamtlich tätig zu sein.

Für mich war dieser 13. März ein Tag voller interessanter Informationen und Kontakte. Der weite Anfahrtsweg von Österreich nach Mannheim hatte sich auf alle Fälle gelohnt!

Vielen Dank dem Mannheimer Schiffahrtsverein.

 Karin Scheubner, MS „JENNY“

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Partikuliere in Untiefen,

so lautete die Überschrift eines Berichtes im „Wochenblatt Mannheim“, anlässlich der Zusammenkunft des „Mannheimer Schiffahrtsverein“ und den „Frauen in der Binnenschifffahrt“.
Die Überschrift ist schon richtig, denn die Binnenschifffahrt hat mit vielen Unwegsamkeiten und Untiefen zu kämpfen. Da aber die Fahrensleute ihr Handwerk beherrschen, umfahren sie die schwierigsten Klippen und Hindernisse, und machen somit eine ordentliche Arbeit. Würden sie aber so unqualifiziert arbeiten wie mancher Schreiberling, wäre die Katastrophe perfekt, denn der Bericht im „Mannheimer Wochenblatt“ war schlicht eine „Havarie-grosse“! 

Ilka Heger, MS „LIMES“

 

--------------------------!!Kurzinfo: Vereinstreffen in Cuxhaven!!-----------------------

Die „Frauen in der Binnenschifffahrt“ waren zum ersten Mal bei ihrer Schirmherrin Annette Faße zu Gast.
Dabei standen neben dem Kennenlernen von Cuxhaven interne Gespräche und Begegnungen mit interessanten Partnern auf dem Programm, z.B. dem Havarie-kommando, dem WSA und dem Nautischen Verein Cuxhaven.
Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten FLASCHENPOST.

Ilka Heger, MS „LIMES“

 


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