Flaschenpost Nr. 2
Juni 2003                   Jahrgang 8

 

Universität Duisburg - Essen
Standort Duisburg

 

Telematik funktioniert auch auf dem Wasser

Telematik funktioniert auch auf dem Wasser. Auch in den wasserbezogenen Gütertransporten haben einzelne Informationssysteme eine marktfähige Funktionstüchtigkeit erreicht. Dazu lassen sich Informationsdienste (z.B. „Elwis“ der Wasserschifffahrtsdirektionen) oder Datenbanksysteme der Seehäfen (bspw. „Dakosy“ in Hamburg) anführen, so dass man sie als Klassiker der Telematik bezeichnen kann.
Gegenwärtig allerdings, erreichen „Iuk-Systeme“ eine neue Qualität: Das Internet erreicht den einzelnen Partikulierbetrieb und ermöglicht neue Anwendungsbereiche. Hafenbetriebe weiten ihre Informationssysteme aus und bieten zunehmend integrierte Nutzungsformen. Akteure aus verschiedensten Bereichen kommunizieren untereinander. Übergreifende Dienste erlauben dem Kunden die lückenlose Verfolgung seiner Sendung. Standards aus benachbarten Bereichen werden übertragen. Die Übertragungstechnik entwickelt sich weiter.

Wohin geht die Entwicklung?

In der Diskussion über neue Techniken liegen Vision und Wirklichkeit oftmals dicht beieinander. Vieles wird als Innovation präsentiert. Nicht alles davon taugt für die Praxis. Uns interessiert: Was ist nur Zukunftsmusik? Was ist schon Alltag und Routine? Diese Fragen stellen sich insbesondere an der Schnittstelle zwischen Binnenschifffahrt und Binnenhäfen.


Die Idee der „Telematiktage“

Was sind denn „Telematiktage“? - Hinter dem Arbeitstitel „Telematiktage Binnenwassertransporte“ verbergen sich einzelne Tagesveranstaltungen, die wir in diesem Sommer durchführen. Sie ergänzen den Zyklus von Tagungen, Diskussionsforen und Arbeitskreisen des laufenden Projekts und runden ihn ab.
Das Thema „Informations- und Kommunikationsflüsse“ an der Schnittstelle zwischen Binnenschifffahrt und Binnenhäfen“ steht dabei im Mittelpunkt. Damit angesprochen ist aber auch die grundsätzliche Frage nach der Zukunft der Binnenwassertransporte.

Die ersten Termine

Die als Veranstaltungsorte ausgewählten Häfen sind Karlsruhe, Regensburg, Magdeburg und Düsseldorf /
Neuss. Die ersten beiden Termine stehen schon fest:

Karlsruhe, Freitag, 27.06.2003 – im Rheinhafen Karlsruhe auf dem Fahrgastschiff Karlsruhe, ab 10:00 Uhr

Regensburg, Samstag, 12.07.2003 im Hafen Regensburg – Westhafen Tagungs- und Besucherzentrum, ab 10:00 Uhr

Die Termine für Magdeburg und Düsseldorf / Neuss liegen wahrscheinlich gegen Ende Juli und werden demnächst bekannt gegeben.
 

Mitmachen erwünscht!

Für die Veranstaltungen haben wir ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Es gibt Vorträge, Präsentationen und Workshops. Das Programm können Sie in Kürze zukommen lassen. Diskussion und Meinungsaustausch stehen jedenfalls im Vordergrund. Zur Teilnahme und ist grundsätzlich Jede und Jeder eingeladen, die oder der Interesse an Binnenschifffahrt und Hafenwirtschaft hat. Ideen und Vorschläge, die zur Bereicherung der Veranstaltung beitragen können, werden gerne aufgenommen.

Ansprechpartner für nähere Informationen

Dipl.Soz.Wiss. Waldemar Mathejczyk
Universität Duisburg – Essen, Forschungsgruppe GTS/L
Heinrich-Lersch-Straße 15 - 47057 Duisburg
tel  +49 (0)203 / 37839-13, fax  +49 (0)203/37839-21
e-mail  mathejczyk@uni-duisburg.de

BMBF-Projekt

Die „Telematiktage Binnenwassertransporte“ finden im Rahmen des Projektes „eBusi-Net - Die Auswirkungen der elektronischen Vernetzungen auf die Geschäftsbeziehungen der Binnenwassertransporte“ statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Dankwart Danckwerts.

Die Schnittstelle Binnenschifffahrt / Binnenhäfen

Binnenschifffahrt und Binnenhäfen sind auf das Engste miteinander verknüpft. Zusammen betrachtet sind sie wesentliche Knotenpunkte des Güterverkehrs. Im Binnenwassertransportsystem bilden sie „Schnittstellen“ von Warenströmen und Informationsverläufen, deren effiziente Gestaltung hochwertige Logistik-dienstleistungen und entsprechende Wertschöpfungen ermöglichen.
Diese Schnittstellen müssen sich an zeitgemäße Entwicklungen anpassen sowie veränderlichen Erfordernissen - im Hinblick auf Markt, Kunde, Technik - entsprechen. Industrie und Handel, als Auftraggebende von Häfen und Schifffahrt, stellen auch an das System der Binnenwassertransporte immer neue Anforderungen bezogen auf Qualität, Sicherheit und Service. Dies bedingt eine Entwicklung im Zuge derer aus traditionellem Transportgewerbe nach und nach dienstleistungsorientierte Logistikbranche wird.
Häfen werden immer stärker zu komplexen Drehscheiben für das Hinterland mit erweiterter Angebotspalette. Die Binnenschifffahrt als solche sowie die dort tätigen Unternehmen und Beschäftigten fügen sich unmerklich als vernetzte Akteure mehr und mehr in integrierte Logistik- und Arbeitszusammenhänge ein.

Güterverkehr und Informations- & Kommunikationstechnologie

Informations- und Kommunikationstechnologien erlangen eine immer größere Bedeutung. Unter dem Schlagwort „Telematik“ werden im Gütertransport seit längerem Einsatzfelder von EDV, Internet oder Mobilkommunikation diskutiert. In einzelnen Verkehrsbereichen - wie beispielsweise im Straßengüterverkehr - häufen sich die Angebote. Wie sieht es bei den Wassertransporten aus?

 
 

 


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