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Wie in der letzten FLASCHENPOST
angekündigt, hier nun der Bericht über unser
Vereinstreffen in Cuxhaven:
Am 2. Mai 2003 machten sich die Frauen auf den
Weg in den hohen Norden, um sich diesmal mit
ihrer Schirmherrin Annette Faße, MdB zu
treffen. Sie hatte die Frauen mit etlichen
Programmvorschlägen Wochen vorher nach
Cuxhaven eingeladen.
Nach Einchecken im Hotel ging es mit
gespannter Vorfreude zum Wasser- und
Schifffahrtsamt Cuxhaven. Dort wurden wir vom
Ehepaar Faße, sowie den Herren Fräßdorf
(stellv. Leiter des WSA) und Akkermann (Leiter
der Verkehrszentrale) aufs Herzlichste
begrüßt. Durch einen kurzen Filmvortrag zur
Verkehrssicherung an der Elbe neugierig
gemacht, waren die Frauen dann von der
Verkehrszentrale, die sich ebenfalls im WSA
befindet, und ihrem Aufgabengebiet, sehr
beeindruckt. Alleine schon die Aussicht über
die Elbmündung war toll. Dazu kam dann noch
die Atmosphäre, die der in einem
Flughafentower sehr nahe kam. Nach vielen
Fragen seitens der Frauen ging es einige
Etagen tiefer zum Havariekommando. In der
Einsatzzentrale des Krisenstabes erläuterte
uns Her Klodt (Pressesprecher) eindrucksvoll,
wie Kompetenzgerangel in der Vergangenheit
dazu geführt hatte, dass Schiffshavarien
weitaus tragischer waren, als es hätte sein
müssen. Aus dieser Erfahrung heraus wurde dann
das Havariekommando gegründet, das jetzt mit
grenzüberschreitender Kompetenz Schiffsunfälle
abwickelt.
Nach den erlebnisreichen Stunden ging es dann
zu einer kleinen Verschnaufpause ins Hotel, wo
am frühen Abend unsere Mitgliederversammlung
stattfinden sollte. Wir begrüßten dort unsere
Gäste vom Nautischen Verein Cuxhaven,
bedankten uns bei Frau Faße für die Einladung
und überreichten ihr einen Regiestuhl mit
unserem Vereinslogo. Sie versprach, den Stuhl
in Ehren zu halten und ihn für die wenigen
Musestunden auf ihrer Terrasse zu nutzen.

Bevor wir zu unserer Tagesordnung kamen,
fand ein reges Gespräch mit den Herren vom
Nautischen Verein Cuxhaven statt. Dessen 1.
Vorsitzender, Herr Kapitän StDir.a.D. Günter
Rubach, schlug vor, für die Zukunft einen
engeren Kontakt aufzubauen. Der Abend ging in
geselliger Runde zu Ende.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen stand
eine Sonderführung durch die Hapag-Hallen
(Auswandererhallen) auf dem Programm. Von Frau
Faße in Empfang genommen, besichtigten wir
gemeinsam unter kundiger Führung die
historischen Gebäude. Ich hatte das Gefühl,
die Wehmut zu spüren, die diese Menschen
befallen haben musste, angesichts dessen, was
sie alles aufgeben würden, wie Heimat und
Familie nie wieder zu sehen. Die Hoffnung auf
ein besseres Leben in der neuen Heimat war da
sicher nur ein kleiner Trost.
Von den Hapag-Hallen ging es dann zur
Besichtigung auf das historische „Feuerschiff
Elbe 1“. Hier wurden wir mit einem leckeren
Mittagessen begrüßt. In der doch sehr engen
Messe wurde uns Kartoffelsuppe mit Krabben,
Hähnchenbrust in Currysauce und Rote Grütze
mit Vanillesauce serviert. Den Schiffskoch
haben die Frauen für sein tolles
3-Gänge-Menue, in der winzigen Kombüse
zubereitet, mit viel Lob bedacht. Dann wurde
das ganze Schiff besichtigt und die Frauen
erfuhren viel über die ehemalige Arbeit der
Männer an Bord.
Als nächstes stand eine Hafenrundfahrt auf dem
Programm. Aber wie das nun mal an de Küste so
ist, kann das Wetter an der Küste umschlagen.
Und wie es umgeschlagen hatte! Konnten wir am
Morgen noch einigermaßen aufrecht und trocken
verbringen, so peitschte uns beim Verlassen
des Feuerschiffs heftiger Sturm und Regen ins
Gesicht. Da auch das Wasser sehr aufgewühlt
war, wurde die Bootsfahrt abgesagt. Ich
glaube, so ziemlich alle Frauen waren
heilfroh. Es wär e
ganz schön peinlich gewesen, wenn einer von
uns während der Bootsfahrt seekrank geworden
wäre. Wir, so quasi als Seemann – und dann
seekrank! Stattdessen machten wir es uns in
einem gemütlichen Café bequem und standen
dort der örtlichen Presse Rede und Antwort.
Pünktlich zum nächsten Termin, machten wir uns
dann auf den Weg zur vereinbarten Besichtigung
des Ringelnatzmuseums. In lockerer
Gesprächsrunde kamen besonders die maritimen
und kabarettistischen Seiten des Dichters und
Malers zur Sprache. Schließlich wurde uns die
berühmte Muschelkalktorte mit Kaffee
angeboten. Die schmeckte so lecker, dass das
Wohlbefinden der Frauen auch anderen
Museumsbesuchern auffiel, die dann ebenfalls
die Torte probieren wollten, und so kam man
mit diesen in ein lebhaftes Gespräch.
Nach großer Verabschiedung und nochmaligem
Dank an Frau Faße, machte sich der größte Teil
der Frauen, voll der vielen Erlebnisse, auf
den Heimweg. Einige Frauen (die Glücklichen!)
konnten noch ein paar Ferientage in Cuxhaven
dranhängen.
Moin, moin . . . . Ilka
Heger, MS „LIMES“ |