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Entenfamilie von Brigitte Stein, TMS
„BIBERACH“
Eine nette Geschichte – nicht
spektakulär – einfach nur nett zu lesen
Tierkinder sind wie Menschenkinder:
Sie sind neugierig, unerfahren, wagen viel und
dann passiert’s. So war es auch vor Jahren,
als wir mit dem MS „HANSEAT“ auf dem
Küstenkanal in einem Seitenarm lagen.
Ich beobachtete eine Entenfamilie, die im
Schutze herunterhängender Zweige und Äste
schnatternd und piepsend im Pulk hin und her
schwamm. Ein kleines Entchen löste sich
plötzlich aus der Formation und schoss wie ein
Pfeil auf irgendetwas in der Mitte des
Wassers. Fast gleichzeitig stieß eine Krähe
aus der Luft herunter, gerade auf das Entchen
zu. Es hatte offenbar nur das Dunkel des
Schattens erahnt, tauchte blitzschnell ab und
entkam somit dem schwarzen Vogel.
Sofort kam die Entenmutter angerauscht. Mit
nach oben gerecktem Hals schimpfte sie
schnatternd der Krähe hinterher. Und dann
kommandierte sie das wieder aufgetauchte
„unfolgsame“ Entchen zu den anderen zurück.
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