Flaschenpost Nr. 3
September 2003            Jahrgang 8

Entenfamilie von Brigitte Stein, TMS „BIBERACH“

Eine nette Geschichte – nicht spektakulär – einfach nur nett zu lesen

Tierkinder sind wie Menschenkinder:
Sie sind neugierig, unerfahren, wagen viel und dann passiert’s. So war es auch vor Jahren, als wir mit dem MS „HANSEAT“ auf dem Küstenkanal in einem Seitenarm lagen.
Ich beobachtete eine Entenfamilie, die im Schutze herunterhängender Zweige und Äste schnatternd und piepsend im Pulk hin und her schwamm. Ein kleines Entchen löste sich plötzlich aus der Formation und schoss wie ein Pfeil auf irgendetwas in der Mitte des Wassers. Fast gleichzeitig stieß eine Krähe aus der Luft herunter, gerade auf das Entchen zu. Es hatte offenbar nur das Dunkel des Schattens erahnt, tauchte blitzschnell ab und entkam somit dem schwarzen Vogel.
Sofort kam die Entenmutter angerauscht. Mit nach oben gerecktem Hals schimpfte sie schnatternd der Krähe hinterher. Und dann kommandierte sie das wieder aufgetauchte „unfolgsame“ Entchen zu den anderen zurück.

 


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