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Dialog
an der Kaimauer
BMBF-Forschungsprojekt
eBusi-Net tagte im Hafen von Karlsruhe
Informations- und
Kommunikationstechnologien (IuK) setzen sich
in der Binnenschifffahrt immer weiter durch.
Der Computer an Bord ist verbreitet. Telematik,
Elwis, Copit, gängige Begriffe. Der einzelne
Betrieb weiß die technischen Vorteile zu
schätzen. Doch wo liegen sie zukünftig?
Mit dieser Frage beschäftigten sich Forscher
der Uni Duisburg/Essen im Dialog mit
Vertreter/innen der Binnenschifffahrt und
Hafenwirtschaft am 27. Juni 2003 im Rhein-
Hafen Karlsruhe. Mit aktiver Unterstützung der
Hafenleitung, der IHK, dem Hafendezernenten,
den Verbänden BDS und BDB sowie den „Frauen in
der Binnenschifffahrt“, organisierten sie ein
Tagesprogramm auf dem Fahrgastschiff
„Karlsruhe“. Vorträge, Diskussionen und
Einschätzungen zur „Zukunft des Hafens/Zukunft
der Schifffahrt“ gab es am Vormittag. Der
Nachmittag gehörte Arbeitskreisen und
Workshops. Das neue BINTRAS wurde präsentiert.
Branchenbezogene IuK-Anwendungen wurden
praxisnah demonstriert.
Fazit des Tages: Es gibt eine Zukunft;
IuK-Technologien werden sie prägen. Künftig
werden vor allem die „Schnittstellen“ im
Güterverkehr optimiert. Einsatzfelder sind die
Hafenorganisationen (Vereinfachung von
Schiffsanmeldungen, Ufergeldabrechnung,
Hafenumschlagsgebühren), aber auch die
Schleusenabfertigung. Einig waren sich die
Experten außerdem in einem Wunschgedanken: Die
neue Technik müsse doch dazu beitragen können,
partnerschaftliche Strukturen innerhalb des
wasserbezogenen Gewerbes – auch zwischen
Hafenwirtschaft und Binnenschifffahrt –
aufzubauen.
Weitere Info:
Forschungsgruppe GTS, Prof. Dr. Dankwart
Danckwerths, Tel. 0203/ 378390
Waldemar Mathejczyk,
Dipl.Sozialwissenschaftler
Für die „Frauen in der
Binnenschifffahrt“ habe ich an dem
Telematiktag in Karlsruhe teilgenommen.
Was sich in der Theorie gut anhört, tut sich
in der Praxis zum Teil noch schwer.
Was nützen mir die neuesten Informations- und
Kommunikationstechnologien, wenn z. B. eine
online-Verbindung über das Handy im Hafen
wegen hoher Kaimauern, großer Silos oder
schwerer Eisenkränen nicht zustande kommt,
oder beim Abschleusen in hohen Schleusen die
Verbindung unterbrochen wird? Wer viel im
Ausland fährt, sollte die enormen
roaming-Gebühren nicht außer Acht lassen, denn
sie machen online-Informationen zum wahren
Luxus!
Der Telematik an Bord gehört die
Zukunft. PC und Internetzugang werden früher
oder später zur normalen Schiffsausrüstung
gehören. Doch damit diese Zukunft nicht in
„ferne Zukunft“ rückt, muss an den Problemen
gearbeitet werden.
Dass es aber an Land auch nicht immer
funktioniert, erfährt man aus dem
nachfolgenden Telefongespräch →→→→→→→
Was war’s doch früher einfach!!!
Karin Scheubner, MS „JENNY“ |