Flaschenpost Nr. 3
September 2003            Jahrgang 8

Kommunikation ohne Grenzen . . .

Ring, ring, ring  . . .

  • Hallo Hans, hast Du den Vertrag überarbeitet, den ich Dir geschickt habe?

  • So, er ist fertig? Du willst ihn mir per eMail schicken?

  • Meine eMail-Adresse? Oh, die habe ich gerade nicht parat. Einen Moment, lass mich nachsehen.

  • Nicooole, wie ist meine eMail-Adresse?

  • Nein, nein, das ist meine private eMail-Adresse.

  • Hör zu, ich kann sie gerade nicht finden. Lass mich nachsehen und ich rufe Dich zurück.

  • Oh, Du gehst jetzt zum Essen . . .

  • OK, ich schicke Dir die Adresse per Fax. Du hast sie dann, wenn Du zurückkommst. OK?

  • OK, dann gib mir Deine Fax-Nummer.

  • Was, Du hast sie nicht?

  • OK, lass es uns so machen: Du mailst mir Deine Fax-Nummer  und ich faxe Dir meine eMail-Adresse. Nein, das klappt ja nicht. Warte, ich bin durch einander . . .  lass mich nachdenken . . . . . . . . . so . . .  hm  . .   ok . . . aha . . .  ja

  • Wie ist Deine Handy-Nummer?

  • Oh, Dein Akku ist leer; meiner auch  . . . .

  • OK, hör mir zu, wir machen das so . . .

  • Du lädst Deinen Akku auf, ich rufe Dich in ein paar Stunden wieder an und hinterlasse Dir meine eMail-Adresse auf Deiner Voicebox und Du mailst mir Deine Fax-Nummer.

  • Dann kann ich Dir meine eMail-Adresse zumailen.

  • Das war Plan A!

  • Kompliziert? Das ist überhaupt nicht kompliziert.

  • Wir brauchen nur ein bisschen Koordination  und Glück . . .

  • Da gibt es noch eine Möglichkeit, die viel einfacher ist: Plan B!

  • Du schickst mir den Vertrag direkt per Express-Kurier.

  • Jaja, das ist der beste Plan. Strategisch gesprochen  . . .

  • Aber warte mal, ich habe noch eine Frage . . .  Was sollte ich Dir eigentlich per Mail schicken? Meine eMail-Adresse, meine Fax-Nummer, meine Handy-Nummer?

  • Oh, Du weißt es auch nicht mehr?

  • Es wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee, regelmäßig bilaterale Koordinations-Meetings für Verfahrensweisen zur internen Kommunikation zu haben.

  • Ist ja auch egal. Dein Büro ist sowieso nur auf der anderen Seite des Korridors. Ich komme einfach rüber und hole es mir in zwei Minuten ab . . . . OK? Tschau!
     

Und die Moral: Dank modernster Technologien können wir nun mit einer Effizienz Zeit vergeuden, die bisher unvorstellbar war – und dies alles im Namen der Zeitersparnis.

Nachdem wir in diesem Jahr auch wieder als Ausstellungsschiff unterwegs sind, habe ich leider keine Zeit, mich am Stand der Schifferkinderheime auf der DuisburgerSchiffahrtsMesse auf der Mühlenweide zu beteiligen.
Es ist mir, auch wenn ich kein Kind mehr im Schifferkinderheim habe, nach wie vor ein großes Anliegen, dass die Schifferkinder, -eltern und -heime speziell auf Schifffahrtsausstellungen/-messen vertreten sind. Die Schifferkinderheime sind ein Teil der deutschen Binnenschifffahrt, haben Tradition und dürfen deshalb nicht in Vergessenheit geraten.

Susanne und Manuela Mnich (MS „SALISSO), die Gerda Distel (MS „LABOREMUS“) und mich bereits im Jahr 2001 tatkräftig auf der Messe unterstützt hatten, übernehmen diesmal die gesamte Standgestaltung und Betreuung. Der Stand wurde, wie auch in den vergangenen Jahren, wieder von der Messe-Gesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellt, viele Schifffahrtsfirmen haben finanzielle Unterstützung zugesagt.
Es wird über die drei Heime in Mannheim, Minden und Würzburg informiert, und  die Kinder der Messebesucher können am Stand spielen, basteln und bekommen kleine Geschenke. Außerdem wird es jeden Tag ein Quiz mit Verlosung geben.

Kommen Sie mit Ihren Kindern zur DuisburgerSchiffahrtsMesse (vom 16. bis 19. September 2003). Ihre Kinder und Sie werden wieder begeistert sein! 

Karin Scheubner, MS „JENNY“

 
gezeichnet von Kerstin Mnich, MS „SALISSO“

 


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