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Berufsbild Binnenschiffer
Aufgezeichnet von Tina
Kotva 13 Jahre,
Nichte von Anni Stapf, MS „COBURG“
Das Leben auf einem Schiff ist nicht immer
ganz einfach. Man hat viel Arbeit und muss
fast jeden Morgen um 5.00 Uhr aufstehen, egal
ob es Samstag oder Sonntag ist. Ausschlafen
auf dem Schiff gibt es meistens nicht!
Frühmorgens, noch bevor die Sonne erwacht,
sind die Schiffsleute schon auf den Beinen und
erledigen ihre Arbeit.
Tagesablauf
eines Kapitäns:
Der Kapitän sitzt fast den ganzen Tag am
Steuer. Er lenkt sein Schiff durch die Flüsse
und regelt mit den Schleusenmeistern die
Schleusungen ab. Wenn es etwas länger dauert,
nimmt er sich Zeit und verrichtet seine
Arbeiten, die er noch zu machen hat. Z. B.
gibt es immer etwas zu streichen oder zu
reparieren. Danach geht die Fahrt weiter.
Etwas amüsanter wird es, wenn ein anderes
Schiff der MSG oder ein Bekannter einer
anderen Firma vorbei fährt. Da gibt es immer
was zu erzählen! Das war aber noch nicht
alles, denn auch der Kapitän muss sehen, dass
der Matrose alles richtig macht und ob er es
richtig verstanden hat. Der Kapitän muss
alles unter Kontrolle haben; das ist kein
leichter Job!
Tagesablauf der Kapitänsfrau:

Die Frau des Kapitäns richtet die
Mahlzeiten für die ganze Mannschaft. Damit der
Käpt’n zum Essen kommt, muss entweder die
Frau fahren, oder sie bringt ihm die Mahlzeit
ins Steuerhaus. Auch muss sie sehen, dass sie
den Haushalt unter Kontrolle hat. Wenn das
Personal nicht reicht, muss sie auch mal in
die Fußstapfen der Männer treten und in den
Schleusen festmachen oder das Deck säubern.
Ja, ja, leicht ist dieser Job nicht! Aber als
Entspannung für sie gibt es ja noch ihr
Treffen in Duisburg bei den „Frauen in der
Binnenschifffahrt“!
Der
Matrose an Bord:
Der Matrose hat auch viele Aufgaben. Er
ist dafür da, wenn die starke Hand nicht
reicht, schließlich gibt es ja noch mehr
Arbeiten als streichen oder reparieren. Dazu
gehört dann das Ausspritzen von leeren
Laderäumen, Rostkratzen, Festmachen in der
Schleuse usw. Wenn er dann den Tag
überstanden hat, widmet er sich seinen Hobbys,
z.B. dem Angeln, Malen oder Fernsehen; außer,
er ist so erschöpft und es ist so spät, dass
er lieber schläft.
Der Schifferhund:

Natürlich darf auf einem Schiff ein Hund
nicht fehlen! Auch der Schiffshund hat
verschiedene Aufgaben und Pflichten! Er muss
z. B. das Schiff in der Nacht vor Einbrechern
schützen. Das Wichtigste jedoch ist, dass man
sich auch um ihn kümmert und ihn nicht dafür
hat, dass man den ganzen Tag sagt: „Geh weg,
du verflixter Hund, stehst einem den ganzen
Tag im Weg!“ Nein, so darf das nicht sein!
Klar, hie oder da stört er schon mal, aber man
muss sich bewusst sein, dass der Hund auch
Gefühle hat! Am meisten liebt er jedoch, den
Yachten im Gangbord hinterher zu sausen, oder
den Radfahrern die Ohren voll zu kläffen, oder
im Raum Fußball zu spielen, oder vorne am Bug
sich zu verstecken. Schließlich braucht so
ein Hund auch etwas Abwechslung!
Sein Geschäft erledigt er normalerweise in
den Schleusen an Land. Aber wenn es ganz
dringend ist, drückt Herrchen oder Frauchen
auch mal ein Auge zu, wenn etwas unterm
Steuerhaus duftet!!
Jetzt seht Ihr, wie das Leben der Besatzung
auf dem Schiff zugeht. Nun wisst Ihr etwas
mehr über den Beruf, den Ihr vielleicht einmal
lernen möchtet.
. . . und die Moral von der Geschicht’:
Leicht ist das Schifferleben nicht!
Doch mir macht’s Spaß, ich will nie fort,
denn ich bin nur als Gast an Bord!!!
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Parlamentarisches Abendessen
Am
Dienstag, den 11.11.2003 hatte die
„Parlamentarische Gruppe Binnenschiffahrt“
(PGBi) einen kleinen Kreis zu einem
parlamentarischen Abendessen in die
Landesvertretung Niedersachsen nach Berlin
eingeladen. Vertreten waren: Die PGBi durch
ihre Sprecherinnen und Sprecher, das
Verkehrsforum, ver.di, BöB, BDB, BDS und die
„Frauen in der Binnenschifffahrt“. Besonders
erfreulich war, dass Frau Staatssekretärin
Iris Gleicke und ihr Abteilungsleiter Herr Dr.
Froböse aus dem Verkehrsministerium an der
Runde teilnahmen.
Auf der Einladung waren 4 Themen zur
Diskussion gestellt:
-
Planco-Gutachten über die „Potenziale und
Zukunft in der deutschen Binnenschifffahrt“
-
Niedrigwasser
-
Antrag zur Binnenschifffahrt „Neue Chancen
für die Binnenschifffahrt“
-
Geplante Konstituierung des Bündnisses für
Binnenschifffahrt
Diskutiert wurde hauptsächlich Punkt 4 der
Themenvorschläge. Vorweg gesagt, es kam noch
nicht zu einer Konstituierung, da zunächst
Uneinigkeiten geklärt werden mussten, ob ein
solches Bündnis überhaupt notwendig sei und
wie man möglichst schnell ein Gesamtkonzept zu
Stande bekäme. Die Vertreter des
Binnenschifffahrtsgewerbes haben nachdrücklich
versichert, sich, ihren Möglichkeiten
entsprechend, gegebenenfalls in ein solches
Bündnis
einzubringen.
Ilka
Heger„MS Limes“
Liebe Grüße
Neue Verschenktexte, gelesen von Ilka
Heger, MS „LIMES“
Enttäuschung
Ich freute mich, als du mich ansprachst;
ich glaubte, wir könnten uns gut unterhalten.
Doch nachdem du einige Sätze präsentiert
hattest,
diskussionsgeübt, thementrainiert,
entzog ich mich deinen Worten.
Wozu über große Themen
so nichts sagend viel reden? |