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Lange haben wir
darauf hingearbeitet, auf den 25. Februar 2005, -
nämlich ganze 10 Jahre! Wer von uns hätte am 25.
Februar 1995 gedacht, dass ein Grüppchen von
engagierten Binnenschifferinnen in zehn Jahren zu
einem Verein mit fast 100 Mitgliedern wächst?
Weiß doch jeder von uns Schifferfrauen, wie
schwierig es von Bord aus ist, am Vereinsgeschehen
aktiv teilzunehmen oder mitzuarbeiten, langfristige
Termine wahrzunehmen oder kurzfristige Aktionen zu
organisieren: Der eigene Betrieb darf nicht zu kurz
kommen, die Familie muss versorgt sein, aber die
Vereinsarbeit soll auch ihren Platz bekommen. Wie
schwer ist oft die Entscheidung, die Verantwortung
gegenüber Schiff und Familie, wenn man an
Mitgliedertreffen teilnimmt, die viele Stunden
Autofahrt bei schlechten Straßenverhältnissen
erforderlich machen. Lohnt sich der zeitliche und
finanzielle Aufwand, z. B. zu Parlamentarischen
Abenden oder runden Tischen nach Berlin zu fahren,
wenn am Ende doch wieder nur „außer Spesen, nix
gewesen!“ dabei herauskommt? Oft muss der innere
Schweinehund überwunden werden, denn eben mal 1.000
km oder mehr mit dem Auto, sind halt kein
Pappenstiel!
All diese
schwierigen Umstände, zusammen mit Erfolgen und
Niederlagen, mit der positiven Resonanz von Politik
und Gewerbe, haben dazu beigetragen, aus den
„Frauen in der Binnenschifffahrt“ POWERFRAUEN zu
machen.
Wir sind stolz auf
Geleistetes, werden uns aber nicht auf unseren
Lorbeeren ausruhen. Es gibt noch so viel zu tun.
Außerdem läuft uns die Zeit davon, denn wir sind
nicht mehr die Jüngsten! Eine wichtige Aufgabe der
„alten Aktiven“ wird also in den nächsten Jahren
auch sein, Nachwuchs heranzuziehen.
Da fällt mir dann wieder ein Gedicht ein, das ich
vor vielen Jahren mal gedichtet habe:
Wer hilft, wenn was zu planen ist,
wenn Zeitdruck an den Nerven frisst?
Wenn’s gilt, ein Ziel schnell zu erreich?
Immer sind es nur die Gleichen.
Dabei wär’ Vieles keine Bürde,
wenn jeder etwas helfen würde.
Sonst werden, und das leuchtet ein:
Die Gleichen auch die Dummen sein!
In diesem Sinne . . . .
Karin Scheubner, MS „JENNY“
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