Flaschenpost Nr. 2
10. Juni 2005              Jahrgang 10

1001 Nacht und was Sie schon immer über Einstein wissen wollten...

von Corina Metschke, MS „ANDREA CORINA“

Unser diesjähriger Wandertermin fand vom 20.-22. Mai in Bremen statt.
Bereits am Freitag waren neun Vereinsfrauen angereist, um sich den historisch geprägten Bremer Marktplatz, den „Roland“, die „Bremer Stadtmusikanten“ wie auch den  „Schnoor“ -ein altes Handwerkerviertel aus dem Mittelalter - anzusehen.
Abends dann ging es zu Besuch bei Scheubners an Bord der M/S Jenny.  Bremen, als diesjährige Stadt der Wissenschaft und das Einstein Jahr 2005 zum Anlass, hatte die „M/S Einstein“  bereits  am 19. Mai an  der Liegestelle „Tiefer“ in Bremen festgemacht .
Doch die Ufernähe lockte und so kehrte man in das zwei Schiffslängen entfernt liegende Theaterschiff Bremen (ex M/S Rügen) ein, wo  kabarettistisches zum Thema „Typisch Mann“ aufgetischt wurde. Nichts Fieses oder „unter die Gürtellinie“ gehend, sondern einfach nur die Wahrheit. (... was passiert, wenn der Ehemann sich mit Fremdgehen bei Laune hält,  die Ehefrau sich ihre Zeit mit Malen verschönert, sich als Gasthörerin an der Kunstakademie weiterbildet, auf einen typischen Frauenversteher trifft und der eigene Mann dann von dieser Beziehung erfährt...?)
Trotz Muskelkater im Zwerchfell und weiterhin  wissenshungrig wie auch durstig, ging der Abend erst im orientalischen Restaurant „1001 Nacht“ zu Ende. (Eine 1002te Nacht hätte der Kellner wohl nicht überstanden ?!)

Ebenfalls auf dem Theaterschiff Bremen in der Restauration, fand dann am Samstag ab 11 Uhr unsere Mitgliederversammlung statt. Mit 20 Anwesenden war diese erfreulich gut besucht, so dass die bereits im März verschobene Wahl des Vorstandes und der Kassiererinnen angegangen wurde. Näheres hierzu sowie zu den weiteren TOPs der Versammlung könnt Ihr bitte dem Protokoll entnehmen. Kleine Info jedoch vorab: Der „alte“ Vorstand ist einstimmig bestätigt und wieder gewählt worden. Novum: Zur Entlastung der jetzt im Amt befindlichen Vorsitzenden und Stellvertreterinnen  ist jeweils eine zweite Stellvertreterin hinzu gewählt worden.

Mit stetem Blick auf die vorbeifahrende Schifffahrt konnten wir dann nach Beendigung des offiziellen Teiles,  bei sonnig warmen Maiwetter, das Sonnendeck genießen. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön für die Organisation der Location  an Inge Erxleben aus Bremen, sowie an das freundliche Servicepersonal an Bord des Theaterschiffes.
Während unser gesammelter „Vorstand“ am späten Nachmittag die Heimreise antrat, stand für den Rest der Frauenschaft der Nachmittag zur freien Verfügung. Für die erst am Samstag Angereisten ging es dann nochmals an Bord der M/S Einstein, um die just eröffnete Ausstellung zu besuchen, in die Stadt oder in die nahe gelegene Kunsthalle. Für den Abend war – weil es so schön und in „Schiffsnähe“ war – ein zweiter Besuch auf dem Theaterschiff geplant. (Eine lustige Zeitreise in die 80er Jahre -  das Jahrzehnt der Popper und Punker, des Zauberwürfels und Walkmans, der Karottenjeans und Netzhemden)

So denn alle Vereinsfrauen hoffentlich wieder gut zu Hause oder an Bord angekommen sind und sich gerne an das Treffen in Bremen zurückerinnern, darf der obligatorische Gag zum Abschluss einer jeden Veranstaltung nicht fehlen. Kaum war ich am Samstag nach einem  Rundgang durch die wirklich empfehlenswerte  Einstein -Ausstellung mit „rauchendem“ Kopf wieder im

Foyer, klingelte das Telefon von Karin,  die es an mich weitergab. Ich hatte Ellen Maier am Handy, die bereits im „Vorstandskonvoy“ auf der Fahrt gen Duisburg war und aus dem Auto anrief.
Jetzt kommt erst ein Dialog:
Ellen:
Corina, dazu musst Du Dir was einfallen lassen. (Kicher, Kicher, Kicher, ... im Hintergrund...) Ilka hat schon wieder was vergessen!
Ich: Ja, wieso, was denn?
Ellen: Na, das passiert Ilka doch jedes Mal! Diesmal ist die Brieftasche im Hotel liegen geblieben!
Ich: Oh je, soll ich die im Hotel abholen?
Ellen: Nein, das Hotel schickt sie nach! Aber, Du musst was darüber schreiben!
Ich: O.k. Dann ist ja alles noch mal gut gegangen, und Euch gute Weiterfahrt!
Also, liebe Ilka, das war das Intro - und für Dich zum Trost und frei nach Albert Einstein, der gesagt hat: „Alles ist relativ!“ – auch das Gedächtnis? und weiter: „Entdecken Sie die Theorie im Alltag, fragen Sie, wann immer nötig!“
Mal unter uns Frauen gesprochen, glaubst Du, der Albert hätte es in dieser Situation besser gekonnt? Immerhin hast Du voll rational und praktisch reagiert, per Handy (was zum Glück diesmal nicht liegen geblieben ist! – siehe auch FLAPO Nr. 1/2000) im Hotel angerufen und alles geklärt. In diesem Sinne wünschen wir Dir, dass Deine Brieftasche unversehrt, wohl gefüllt und in Lichtgeschwindigkeit bei Dir zu Hause eingetroffen sein wird.

P.S. Für alle, die in Bremen mal früher Feierabend machen können, sei der Besuch an Bord des Theaterschiffes empfohlen.

Info : www.theaterschiff-bremen.de

 


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