|

Horst Petzke, Steuermann vom Hafenboot HUCKINGEN,
findet Ende April dieses Jahres in seiner
Frühschicht am Ufer des Hafens Duisburg-Huckingen
eine verschraubte Plastikflasche. Ihm ist sofort
klar:
Eine
FLASCHENPOST!!
Gespannt öffnet er
sie und zieht vorsichtig ein mit Plastik umwickeltes
und mit Bindfaden verschnürtes, beschriebenes Papier
heraus. Zwei Mädchennamen und die Adressen, mit
Kinderhand geschrieben, sind zu lesen.
Plötzlich stutzt er: Die Flaschenpost ist in
Götterwickerhamm abgeschickt, und er findet sie in
Duisburg-Huckingen? Wie kommt die Flaschenpost vom
Rheinkilometer 800 zum Hafen Huckingen bei
Rheinkilometer 770,5? Seit wann schwimmen Flaschen
ca. 30 km stromaufwärts? Das muss ja wohl eine ganz
besondere sein!
Und so erzählt er seinen Kollegen von seinem Fund.
Einer von ihnen, ein Schweißer vom Schweißboot,
kennt die angegebene Straße. Sie sei in seiner
Nachbarschaft.
Er
nimmt die Flaschenpost mit, um sie den Kindern
zurückzubringen und von der ungewöhnlichen Reise zu
berichten.
Die beiden Mädchen sind unbekannt geblieben und auch
der Schweißer, der nur aushilfsweise an diesem Tag
in der Schicht arbeitete.
Die
wundersame „Flaschenpost-Reise“ zu Berg – so Horst
Petzke – ist wohl so zu erklären, dass die Flasche
auf dem Rhein zwischen die Leichter eines
Schubverbandes geriet, sich verklemmte und mit dem
Verband stromaufwärts nach Huckingen kam.
Beim Auskoppeln der Leichter schwamm sie sich frei,
trieb im Hafen umher und wurde schließlich an Land
gespült, wo sie gefunden werden konnte.
Brigitte
Stein,TMS„BIBERACH“
|