Flaschenpost Nr. 3
September 2005          Jahrgang 10

Einstein und die rechtsdrehende Milchsäure.

Im Dialog mit der Wissenschaft, der auf MS EINSTEIN geboten wird, kann man viel Interessantes lernen, von Einstein und auch von weniger berühmten Forschern. Und es sind so recht praktische Dinge, die man erfährt. Z.B. warum Pinguine nicht mit den Füßen festfrieren, wie Anti-Aging-Cremes wirken, wie Vögel schlafen, wie sich Rechts- und Linkshändigkeit entwickelte, oder warum die Farbe Schwarz nicht im Regenbogen enthalten ist.  Einstein: „Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen!“
 

MS EINSTEIN

ist wie ein Rathaus. Wenn man herauskommt, ist man schlauer.

Auch hier in Köln ist das so. Nur hier ist nicht alles reelle Naturwissenschaft, im  Kölner Rathaus gibt es auch den  relativen Klüngel.

 


Aus der Feder einer der weniger bekannten Forscherpersönlichkeiten stammt eine - besonders für Frauen in der Binnenschifffahrt  - wichtige Erkenntnis: Die Wirkung der rechtsdrehenden Milchsäure, die sich nach der relativen Formel E = m*w ausgesprochen nützlich machen kann.

In der freien Natur findet man diese spezielle Art Milchsäure nicht, aber kultiviert ist sie in Bio-Schwedenmilch enthalten und gemeinhin wendet man (Mann) sie als wirkungsvolles und bekömmliches Medikament am „Morgen danach“ an. Moderne Männer wissen das mittlerweile mehr zu schätzen als Rollmöpse.

Bio-Schwedenmilch:
Eine Sauermilchspezialität, welche ursprünglich aus Skandinavien stammt. Besonders bekömmlich durch die Verwendung von Sanoghurtkulturen, die im Gesamtmilchsäure über 90 % L(+) = rechtsdrehende Milchsäure bilden.

Nun ist es einem schicksalhaften Erfinderglück und einem unermüdlichen Forscherdrang zu verdanken, dass man mit der Schwedenmilch noch eine weitere umwälzende Entdeckung gemacht hat.

Anlässlich eines innerhäusigen Transportschadens mit großtropfigem Produktaustritt auf eine Messingfußleiste wurde es entdeckt. Bei der mit etwas Verzögerung begonnenen Reinigungsarbeit konnte man die überraschende Feststellung treffen, wie wunderbar messinghell die Fußleiste an den Tropfstellen geworden war, im krassen Kontrast zur Jahrespatina.
Sofort angestellte empirische Versuche mit Messingmünzen bestätigten die sagenhafte Reinigungskraft. Gute Erfolge gab es auch bei Spülsteinsieben, Kalkablagerungen an Wasserarmaturen, chinesischen Manschettenknöpfen und Petroleumlampen. Vorsicht ist geraten bei Marmorfliesen.

Das kann man doch einmal als eine gute Nachricht aus der Wissenschaft postulieren: Mit Bio-Schwedenmilch kann man hervorragend Messing putzen.

Diese segensreiche Haushaltshilfe finden wir nicht in dem lehrreichen Buch für die Frauenwelt im Jahre 1904 von Anny Wothe verfasst: „Wie man sparsam zu haushalten pflegt“. Die Entdeckung ist also absolut neu. So neu, dass sie noch nicht im Schiffsbedarfshandel vermarktet wurde. Und sie ist bestimmt sehr nützlich für die Pflege von Binnenschiffen mit konservativen Messingteilen, also eine echte Hilfe für Schiffsjungen – und deren Ersatzpersonen – die Frauen in der Binnenschifffahrt.

 

Klaus Schmitt 2005 (Bobby-Geschichten-Schreiber von anno dazumal)

 


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