|
Oh weh, die
Frauen kommen . . . . .
aus der Sicht
unseres Mitglieds Nicole Hörnig, die am
Weissenhäuser Strand arbeitet
Im November letzten
Jahres entschieden wir uns, den diesjährigen
Wandertag vom 5. bis 7. Mai am Weissenhäuser Strand
an der Ostsee zu verbringen.
Vertraut mit Planung und Organisation, habe ich mich
munter ans Werk gemacht, Zimmer reserviert und einen
Tagungsraum gebucht.

Viele Übernachtungen
wurden dann auch bei unserem Treffen im Februar
direkt bei mir gebucht, doch zwei Tage vor Ende der
Anmeldefrist klingelten meine Telefone (Handy+Festnetz)
heiß. „Wir möchten auch noch kommen!“ Zu guter Letzt
waren wir dann 18 teilnehmende Frauen!
Am Freitag war Anreisetag und da ich nur 3 km vom
Hotel entfernt wohne, dachte ich mir, Kaffe und
Kuchen im Garten nach der langen Autofahrt, kommt
bestimmt gut an. So war´s dann auch. Zwischen 14.00
und 15.00 Uhr kamen die meisten, zum Teil, wegen
der vielen Staus auf den Autobahnen, später als
geplant.
Nach der fröhlichen Kaffeerunde ging´s ab ins
Strandhotel, um die Zimmer zu beziehen und das
Schwimmbad zu erkunden. (so jedenfalls wurde mir am
Abend berichtet)
Zu Abend gegessen haben wir mit der ganzen Meute
beim Italiener. Wie lustig es da zuging, kann sich
sicherlich jeder denken . . .
Am nächsten Morgen
sollte um 11.00 Uhr die Mitgliederversammlung
beginnen, ich wurde dann aber informiert, dass schon
um 10.00 Uhr angefangen wird. Für mich bedeutete
das: allergrößte Beeilung, sonst komme ich zu spät!
Ilka zog die
Tagesordnungspunkte stramm durch und nach
zweieinhalb Stunden waren wir fertig und die freie
Zeit begann. Die einen machten Shopping, die anderen
ruhten sich aus. Am Nachmittag trafen wir uns dann
an der Seebrücke zum Kaffeetrinken wieder.
Für Abend hatten wir
uns ein schönes und gutes Fischrestaurant in der
Nähe ausgesucht. Wie Ilka bereits erwähnt hat, nicht
alle mochten Fisch, am Ende war aber doch jeder satt
und zufrieden!
Es gab keine
besonderen Vorkommnisse, doch was wäre ein Abend der
„Frauen“ ohne etwas, vorüber sie besonders lachen
können: Die Kellnerin hat dazu verholfen, indem
sie sich verrechnet hat
und wir somit genügend Stoff für großes Gelächter
hatten!
Die zwei Tage waren sehr schön und sind viel zu
schnell vergangen. Petrus bescherte uns herrlichen
Sonnenschein (. . . wenn Engel reisen) und viel
Wind; der gehört an der See einfach dazu.
Der größte Teil der Frauen ist am Sonntag abgereist,
ein kleines Grüppchen blieb bis Montag.
Liegen geblieben oder vergessen hat keiner etwas
(Gratulation an Ilka!) – nur mich hat man zurück
gelassen!
P.S. Ich freue mich, dass es allen so gut
gefallen hat. Danke an den Vorstand, dass das
Treffen einmal in meiner Nähe stattgefunden hat.
Hallo Nicole, wir müssen uns
bedanken, dass Du so gut organisiert und alles
vorbereitet hast. Du hast den Teilnehmerinnen zwei
wunderschöne Tage beschert, die sicher für Dich im
Vorfeld mit viel Vorbereitungen verbunden waren.
Treffen am Weissenhäuser
Strand (aus der Sicht von Ilka)
Wie jedes Jahr war das
Vereinstreffen im Mai wieder ein Wandertermin. Ziel
unserer Reise war der Weissenhäuser Strand. Unser
Vereinsmitglied Nicole arbeitet und lebt dort und
hatte uns eingeladen. Schon im Vorfeld der Abfahrt
musste ich mir einige Sprüche anhören. So wurden
beispielsweise Wetten abgeschlossen, was ich denn
wohl dieses Mal vergessen würde. Aber allem zum
Trotz habe ich weder mein Handy noch meine
Brieftasche liegen lassen. Ich hatte nämlich
vorgesorgt: Ich habe einfach meine Mutter
mitgenommen, die dann auf mich aufgepasst hat.
Aber nun zu unserem Treffen:
Es sah zunächst so aus, als
wollten die Nordlichter nicht, dass wir unser Ziel
erreichen. Aus welcher Richtung wir auch kamen, es
war kein Durchkommen. Reihenweise waren LKWs auf der
Autobahn umgestürzt und sorgten für endlose Staus.
Auch unsere Bahnfahrer blieben zunächst auf der
Strecke. Aber verbissen und hartnäckig kämpften wir
uns teils über Umwege gen Norden und trafen nach und
nach am Nachmittag im Garten unserer Gastgeberin
ein. Kaffee und Kuchen schmeckten uns dann bei einer
steifen Brise vom Meer besonders gut. Erholt und
gestärkt machten sich dann 19 Frauen und ein Mann???
auf den Weg zum Hotel, um dort die Zimmer zu
belegen. Nach einer oder auch mehr Runden im
Swimmingpool (hi, hi, hi) und frisch gestylt, ging
es dann zum Italiener um die Ecke. - Gott sei Dank
sind Italiener ja auch ein lebhaftes Völkchen!
Später verzogen sich die meisten Frauen dann doch
sichtlich erschöpft auf die Zimmer und die Hotelbar
blieb an diesem Abend noch verschont. (Die
Betonung liegt auf „noch“)
Am nächsten Morgen hielt es mich nicht mehr in den
Federn und ich habe bei schönstem Wetter und
wunderbarer Stille einen Strandlauf gemacht. Zurück
im Hotel traf ich dann viele der Frauen frisch und
energiegeladen im Schwimmbad an.
Nach einem ausgiebigen Frühstück
fanden wir uns dann zu unserer Vereinsversammlung
zusammen. Punkt für Punkt wurde die Tagesordnung
durchgearbeitet. Es wurden Termine z.B. wie das
Hafenfest in Frankfurt oder die Lukom besprochen.
Ein “Runder Tisch” am 21.6.06 in Berlin wurde
angekündigt und Schiffe für Fernsehdreharbeiten
gesucht. Es wurde in jedem Fall alles lebhaft
diskutiert. Nach Ende der Versammlung und einem
kleinen Imbiss hatte jeder den Nachmittag zur freien
Verfügung.
Die meisten blieben jedoch zusammen und gingen ans Meer.
Zum Baden war es ja noch ein bisschen frisch, aber windgeschützt konnte man es in der Sonne
herrlich aushalten.
Am Abend stand dann ein Besuch in einem
Fischrestaurant an. Nur unserer Gerda gefiel das
nicht besonders gut, denn sie mag absolut keinen
Fisch. Sie gab sich dann gezwungener Maßen, da die
Speisekarte auch sonst nichts anderes zu bieten
hatte, mit einem Salatteller zufrieden. Auch ihre
Hoffnung, wenigstens zum Dessert ein schönes Eis
essen zu können, wurde durch die spontane Abfahrt
ins Hotel zunichte gemacht.
Im Hotel nahmen dann 19 Frauen und ein Mann??? die Bar in
Beschlag. Zwei Paare mittleren Alters rückten
irritiert zur Seite und sicherten ihre Getränke. Die
Vermutung meinerseits, die vier würden nach
spätestens 10 Minuten die Rechnung verlangen,
zeigte sich als falsch. Von soviel Power und Humor
beeindruckt, fühlten sich die vier in unserer Runde sichtlich wohl und einer der Herren
kommentierte das mit dem Spruch “ Im nächsten Leben
werde ich
Binnenschiffer”. Also, warum machen wir uns
Nachwuchssorgen? Sorgen müssen wir uns nur um einen
Teil der jüngeren Generation im Allgemeinen machen,
denn schon bei den kleinsten Problemen geraten die
jungen Leute in Hysterie.
Diese Weisheit entnehme ich einem Erlebnis an diesem
Abend: Wie gesagt, wir saßen in lustiger Runde, als
eine junge Frau, so Mitte Zwanzig, am
Zigarettenautomat in unserer Nähe mit ihrer
Geldkarte Zigaretten ziehen wollte (die Betonung
liegt auf wollte). Nach Einstecken der Karte gab der
Automat aber weder Zigaretten, noch gab er die Karte
wieder her. Anstatt jetzt ruhig alle Möglichkeiten
einer solchen Situation durchzuspielen, geriet
besagte Frau in Rage und drosch schimpfend und
erfolglos auf das arme Gerät ein. Als sie so
beinestampfend und heulend da stand, erregte sie
schon unser Mitleid und wir versuchten, ihr zu
helfen. Auf Ratschläge reagierte sie bissig und tat
gerade so, als hätten wir ihre Karte gefressen. Über
eine Stunde, in der sie uns in dem Glauben ließ,
sie sei jetzt mittellos und alleine, versuchten wir,
der Nachtportier und der Hausmeister, ihr zu
helfen. Leider blieben alle Mühen
erfolglos.
Zu unserem Erstaunen erschien plötzlich der Freund
der Dame und beide zogen sich zu unserer
Erleichterung zurück. Wir hatten nun natürlich genug
zu lästern und witzelten bis spät in die Nacht.
Am nächsten Morgen fuhren die Frauen nach herzlichem
Abschied dann wieder in alle Himmelsrichtungen nach
Hause.
Ilka Heger, MS LIMES

|