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BUCHTIPP
Der Nobelpreis
Von
Andreas Eschbach
Der
deutsche Thrillerautor, bekannt durch „Das
Jesus-Video“, hat auch mit seinem jüngsten Buch „Der
Nobelpreis“ einen ungewöhnlichen Roman vorgelegt.
Eschbach überrascht mit einem ungeheuerlichen Plot:
Ist die Nobelpreisvergabe manipulierbar? Und wie
korrupt ist das Nobelpreiskomitee? Ein so hoch
angesehener Preis - ein Betrug würde die Welt
schockieren!
Prof.
Andersson, Mitglied des Nobelkomitees in Stockholm,
bekommt das Angebot für 3 Millionen Kronen einer
ganz bestimmten Kandidatin seine Stimme zu geben. Er
lehnt entrüstet das unmoralische Angebot ab und bald
darauf wird seine 14jährige Tochter Kristina
entführt, das liebste was dem Professor seit dem
Unfalltod seiner Frau geblieben ist. Er merkt
schnell, dass er Teil einer viel größeren
Verschwörung ist und auch andere Komiteemitglieder
erpresst werden. Verzweifelt wendet er sich an
seinen ungeliebten Schwager Gunnar, der wegen
Industriespionage im Gefängnis sitzt. Er bemüht sich
um dessen vorzeitige Freilassung, damit der sich
auch sofort auf die Suche nach den Entführern macht.
An
dieser Stelle des Romans überrascht der Autor mit
dem Wechsel der Erzählperspektive: Gunnar wird zum
emotionsgeladenen Ich-Erzähler. Es beginnt eine
schwindelerregende Odyssee auf der Suche nach
Kristinas Entführern. Die Widerstände, gegen die er
kämpft, wachsen ständig und Andersson befürchtet:
Wenn Kristina nicht bis zur Nobelpreisverleihung
gefunden ist, wird sie sterben.
Hinter
das Geheimnis um Kristinas Verschwinden kommt Gunnar
erst ganz zum Schluss. Hier überrascht der Autor
erneut. Mit seiner raffiniert konstruierten
Geschichte kommt er zu einem völlig unerwarteten
Schluss, einem Knaller, der den Leser sprachlos und
ungläubig macht.
A.
Gaschik
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