Flaschenpost Nr. 4
Dezember  2006          Jahrgang 11

Ausbildungs- und Studienmesse „Sprungbrett“
am 15. und 16 September 2006 im Pfalzbau in Ludwigshafen

Bericht von Gerda Distel, Mannheim

Die LUKOM, Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH, organisierte die Messe „Sprungbrett“ mit 87 Ausstellern auf rund 2.000 qm.
Wie bereits im Jahr 2004 waren die „Frauen in der Binnenschifffahrt“ mit einem Messestand vertreten.

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Binnenschiffahrt (AdB) beteiligte sich auch wieder an den Messekosten.
Beim Standaufbau konnten die Erfahrungen von der letzten Messe umgesetzt werden. Die Mappen mit den Informationen über das Berufsbild lagen bereit, viele Poster waren gerollt und wir waren auf den Ansturm beim Messebeginn vorbereitet.

Gemeinsam mit dem Azubi Christian Fuchs, den uns die Firma Krieger aus Neckarsteinach zur Verfügung gestellt hatte, sowie der ehemaligen Binnenschifferin Brigitte Fendel aus Mannheim, haben wir mit 8 Vereinsfrauen unser Bestes getan, um die Fragen der Schüler und Lehrer zu beantworten und für unseren Beruf zu werben.

Das Infomobil des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) war wieder direkt vor dem Pfalzbau platziert. Auch dort war reger Betrieb und es konnten viele vertiefende Gespräche über den Beruf und die Binnenschifffahrt allgemein beantwortet werden.

Bei einem Rundgang besuchten Frau Prof. Cornelia Reifenberg, zuständig für Kultur, Schule, Jugend und Familie, sowie Herr Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend in Rheinland-Pfalz, unseren Stand. Beide waren sehr erfreut, dass wir an dieser Ausstellung teilnehmen, sie stellten auch einige Fragen zur Binnenschifffahrt und meinten, dass wir uns einem sehr harten Wettbewerb stellen müssten, speziell der Kampf gegen die Bahn sei sicher enorm. Ihnen war z. B. nicht bekannt, dass in ein Schiff die Ladungsmenge von 100 LKWs passt. Sie erstaunten, dass viele Jugendliche gar nicht wissen, dass ein Schiff auch ein Transportmittel ist, und dass der Beruf des Binnenschiffers ein Lehrberuf sei. Man müsse in Zukunft in den Schulen und Arbeitsvermittlungen viel mehr über diesen Beruf informieren, zumal ja der Rhein direkt vor der Haustüre liege.

Der Kommentar einer Mutter: „Mein Sohn findet Binnenschifffahrt einen sehr interessanten Beruf, aber der ist ja nur für Frauen!“ Da war Erklärungsbedarf vorhanden. Ein Schüler meinte „um Kapitän zu werden, muss ich mir nur einen Bart wachsen lassen!“ Auch da konnte man etwas dazu sagen . . .

Frau Reifenberg und Herr Ebling bedankten sich für unsere Mitarbeit auf der Messe und wünschten uns weiterhin viel Erfolg. Unsere FLAPO haben sie gern mitgenommen.
Laut Presseberichten waren an den beiden Tagen rund 10.000 Besucher auf der Messe.
Schön wäre, wenn der eine oder die andere sich für den Beruf des Binnenschiffers entscheiden würde.  


Von links nach rechts:
Gerda Distel, Alexandra Hörnig, Ria Plog, Brigitte Fendel, Karin Bever.

 

 


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