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Ausbildungs- und
Studienmesse „Sprungbrett“
am 15. und 16 September 2006 im Pfalzbau in
Ludwigshafen
Bericht von Gerda Distel, Mannheim
Die LUKOM, Ludwigshafener
Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH,
organisierte die Messe „Sprungbrett“ mit 87
Ausstellern auf rund 2.000 qm.
Wie bereits im Jahr 2004 waren die „Frauen in der
Binnenschifffahrt“ mit einem Messestand vertreten.
Der Arbeitgeberverband der
Deutschen Binnenschiffahrt (AdB) beteiligte sich
auch wieder an den Messekosten.
Beim Standaufbau konnten die Erfahrungen von der
letzten Messe umgesetzt werden. Die Mappen mit den
Informationen über das Berufsbild lagen bereit,
viele Poster waren gerollt und wir waren auf den
Ansturm beim Messebeginn vorbereitet.
Gemeinsam mit dem Azubi Christian
Fuchs, den uns die Firma Krieger aus Neckarsteinach
zur Verfügung gestellt hatte, sowie der ehemaligen
Binnenschifferin Brigitte Fendel aus Mannheim, haben
wir mit 8 Vereinsfrauen unser Bestes getan, um die
Fragen der Schüler und Lehrer zu beantworten und für
unseren Beruf zu werben.
Das Infomobil des Bundesverbandes
der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) war wieder
direkt vor dem Pfalzbau platziert. Auch dort war
reger Betrieb und es konnten viele vertiefende
Gespräche über den Beruf und die Binnenschifffahrt
allgemein beantwortet werden.
Bei einem Rundgang besuchten Frau Prof. Cornelia
Reifenberg, zuständig für Kultur, Schule, Jugend und
Familie, sowie Herr Michael Ebling, Staatssekretär
im Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend in
Rheinland-Pfalz, unseren Stand. Beide waren sehr
erfreut, dass wir an dieser Ausstellung teilnehmen,
sie stellten auch einige Fragen zur
Binnenschifffahrt und meinten, dass wir uns einem
sehr harten Wettbewerb stellen müssten, speziell der
Kampf gegen die Bahn sei sicher enorm. Ihnen war z.
B. nicht bekannt, dass in ein Schiff die
Ladungsmenge von 100 LKWs passt. Sie erstaunten,
dass viele Jugendliche gar nicht wissen, dass ein
Schiff auch ein Transportmittel ist, und dass der
Beruf des Binnenschiffers ein Lehrberuf sei. Man
müsse in Zukunft in den Schulen und
Arbeitsvermittlungen viel mehr über diesen Beruf
informieren, zumal ja der Rhein direkt vor der
Haustüre liege.
Der Kommentar einer Mutter: „Mein
Sohn findet Binnenschifffahrt einen sehr
interessanten Beruf, aber der ist ja nur für
Frauen!“ Da war Erklärungsbedarf vorhanden. Ein
Schüler meinte „um Kapitän zu werden, muss ich mir
nur einen Bart wachsen lassen!“ Auch da konnte man
etwas dazu sagen . . .
Frau Reifenberg und Herr Ebling
bedankten sich für unsere Mitarbeit auf der Messe
und wünschten uns weiterhin viel Erfolg. Unsere
FLAPO haben sie gern mitgenommen.
Laut Presseberichten waren an den beiden Tagen rund
10.000 Besucher auf der Messe.
Schön wäre, wenn der eine oder die andere sich für
den Beruf des Binnenschiffers entscheiden würde.

Von links nach rechts:
Gerda Distel, Alexandra Hörnig, Ria Plog, Brigitte
Fendel, Karin Bever.

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