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Herr Laue aus St.
Goarshausen, hat mir Anfang dieses Jahres folgendes
geschrieben:
Verehrte Frau Scheubner, die „Flaschenpost Nr. 4“
strandete bei mir soeben, weitergereicht durch
Familie Waibel (ex VERONIA). Wenn auch nicht mit dem
Gaumen, wie sonst aus Flaschen üblich, so ist der
Inhalt immer wieder über den Umweg mit den Augen ein
Genuss. Selbst lange Jahre mit einer „mitfahrenden“
Frau gesegnet, weiß ich nur zu genau, dass deren
Leben an Bord in vielen Dingen im Unterschied zu
ihren landfesten Genossinnen auch schon mal
entbehrungsreich sein konnte.
Nun
zu meinem Anlieg en:
Das Auge fällt auf die Frage, „Was ist ein
Myriameter?“ (Flapo Nr. 4/2006). Ein wunder Punkt in
meiner Agenda. Seit Jahren versuche ich, einen
solchen Myriameterstein, den ich per Zufall am
Straßenrand der B 42 in Höhe Rhein-km 577,4 rechtes
Ufer (kurz unterhalb Längskribbe „Enges Türchen“)
vor dem Zerfall zu retten. Hatte mit dem WSA Bingen
Kontakt aufgenommen, war im Koblenzer WSA zum WSA
Bauhof KO-Pfaffendorf verwiesen worden. Man hörte
sich mein Anliegen an; der Stein steht noch. Als
Mitglied im Koblenzer Rhein-Museum /Ehrenbreitstein)
habe ich dem Chef, Herrn Dr. Doetsch, nahe gelegt,
diesen Stein zu retten. Der Stein steht noch immer
an gleicher Stelle. Heute, 16-01-2007 habe ich
erneut Fotos vor Ort gemacht, die ich beigelegt
habe. Übrigens, ein weiterer Myriameterstein steht
gut erhalten am Koblenz-Neuendorfer Ufer, pfleglich
landseitig umfasst von einer hohen privaten
Gartenmauer.
In den vergangenen zwei Jahren wurde die
Bahn-strecke entlang der B 42 aufwendig saniert,
seit Monaten wird die B 42 zwischen Osterspay und
Braubach über lange Zeit eine Baustelle sein. Man
baut zum Rhein hin überkragend einen Radweg hinzu.
Die Nähe dieses Altertümchens – immerhin unsere
erste Rheinkilometrierung – zu den umfangreichen
Baumaßnahmen, wird wieder einmal mehr irreparable
Schäden verursachen.
Vielleicht können Ihre energischen Damen, sollten
sie Interesse daran finden, mit weiblich
spezifischen Listen den Stein erweichen, wollte
sagen: retten.
Ihnen allen freundliche Grüße
Gez. Walter Laue
Anmerkung der Redaktion: Ich denke, wir werden den
WSAen Bingen und Koblenz die FLAPO Nr. 4/2006 und
diese Ausgabe zuschicken und vorsichtig darauf
hinweisen, dass das WSA Duisburg-Rhein in Bezug auf
Myriametersteine sehr kooperativ gewesen ist und
schlagen dem zuständigen Amt „zum Nachahmen“ vor.
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