Flaschenpost Nr. 2
August 2007                Jahrgang 12

Herr Laue aus St. Goarshausen, hat mir Anfang dieses Jahres folgendes geschrieben:

Verehrte Frau Scheubner, die „Flaschenpost Nr. 4“ strandete bei mir soeben, weitergereicht durch Familie Waibel (ex VERONIA). Wenn auch nicht mit dem Gaumen, wie sonst aus Flaschen üblich, so ist der Inhalt immer wieder über den Umweg mit den Augen ein Genuss. Selbst lange Jahre mit einer „mitfahrenden“ Frau gesegnet, weiß ich nur zu genau, dass deren Leben an Bord in vielen Dingen im Unterschied zu ihren landfesten Genossinnen auch schon mal entbehrungsreich sein konnte.

Nun zu meinem Anliegen: Das Auge fällt auf die Frage, „Was ist ein Myriameter?“ (Flapo Nr. 4/2006). Ein wunder Punkt in meiner Agenda. Seit Jahren versuche ich, einen solchen Myriameterstein, den ich per Zufall am Straßenrand der B 42 in Höhe Rhein-km 577,4 rechtes Ufer (kurz unterhalb Längskribbe „Enges Türchen“) vor dem Zerfall zu retten. Hatte mit dem WSA Bingen Kontakt aufgenommen, war im Koblenzer WSA zum WSA Bauhof KO-Pfaffendorf verwiesen worden. Man hörte sich mein Anliegen an; der Stein steht noch. Als Mitglied im Koblenzer Rhein-Museum /Ehrenbreitstein) habe ich dem Chef, Herrn Dr. Doetsch, nahe gelegt, diesen Stein zu retten. Der Stein steht noch immer an gleicher Stelle. Heute, 16-01-2007 habe ich erneut Fotos vor Ort gemacht, die ich beigelegt habe. Übrigens, ein weiterer Myriameterstein steht gut erhalten am Koblenz-Neuendorfer Ufer, pfleglich landseitig umfasst von einer hohen privaten Gartenmauer.
In den vergangenen zwei Jahren wurde die Bahn-strecke entlang der B 42 aufwendig saniert, seit Monaten wird die B 42 zwischen Osterspay und Braubach über lange Zeit eine Baustelle sein. Man baut zum Rhein hin überkragend einen Radweg hinzu. Die Nähe dieses Altertümchens – immerhin unsere erste Rheinkilometrierung – zu den umfangreichen Baumaßnahmen, wird wieder einmal mehr irreparable Schäden verursachen.

Vielleicht können Ihre energischen Damen, sollten sie Interesse daran finden, mit weiblich spezifischen Listen den Stein erweichen, wollte sagen: retten.

Ihnen allen freundliche Grüße
Gez. Walter Laue

Anmerkung der Redaktion: Ich denke, wir werden den WSAen Bingen und Koblenz die FLAPO  Nr. 4/2006 und diese Ausgabe zuschicken und vorsichtig darauf hinweisen, dass das WSA Duisburg-Rhein in Bezug auf Myriametersteine sehr kooperativ gewesen ist und schlagen dem zuständigen Amt „zum Nachahmen“ vor.

 


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